Die ganzen letzten Tage haben meine Geschwister und ich uns nie für die Einzelheiten unserer Urlaubsplanung interessiert, denn unsere Vorfreude, dass wir überhaupt Urlaub machen, war einfach zu groß. Jetzt aber, wo der Zeitpunkt immer näher kommt, möchte ich doch genauer wissen, wie denn unser erster Urlaub so geplant ist. Neugierig frage ich unsere Mutter deshalb beim Frühstück: "Mama, wo machen wir eigentlich Urlaub? Und wie lange?" "Ja, das interessiert mich auch!", bekundet auch meine Schwester sofort ihr Interesse. Lediglich mein Bruder isst ohne ein Wort zu sagen weiter, wartet aber dennoch gespannt darauf, was unsere Mutter uns über die Urlaubspläne zu berichten hat. Gleich nachdem sie einen Schluck Tee getrunken hat, antwortet unsere Mutter: "Und ich dachte schon, dass ihr überhaupt nicht mehr danach fragen würdet..." "Doch, Mama, wir haben uns nur alle so sehr gefreut, dass es uns nicht so wichtig war!", erkläre ich ihr rasch.

"Kein Problem, Nürby, ich erzähle euch gerne mehr über unseren Urlaub...", beruhigt sie mich und beginnt sogleich damit: "Also am Samstag geht es los, meine lieben Kinder. Zunächst machen wir zwei Wochen alle gemeinsam Urlaub in der Fränkischen Schweiz bei Freunden von euerem Vater. Danach muss euer Vater leider wieder zurück, weil er dann wieder arbeiten muss..." "Schade!", ruft meine Schwester dazwischen und mein Bruder möchte wissen: "Und wir? Was machen wir?" Unsere Mutter nimmt noch einen Schluck Tee und sagt dann weiter: "Wir machen weiter Urlaub. Oder besser gesagt: Wir machen eine große Reise!" "Eine große Reise?", frage ich erstaunt nach und auch meine Geschwister staunen, als sie das hören.

Unser Mutter antwortet daraufhin: "Ja, meine lieben Kinder, wir machen eine große Reise! Wir werden mit Rucksack und Zelt quer durch Deutschland reisen und uns ganz viele Sachen ansehen! Wie lange wir unterwegs sein werden, kann ich euch nicht sagen, aber es wird auf jeden Fall ein richtiges Abenteuer!" "Das ist ja toll, ein richtiger Abenteuerurlaub! Ich liebe Abenteuer!", freue ich mich und meine Schwester stimmt mir sofort zu. Diese Neuigkeiten muss ich schnell Onkel Ambros erzählen, denke ich mir. Mit einem solchen Urlaub hat bestimmt auch er nicht gerechnet. Und während ich mir weiter mein Frühstück schmecken lasse, überlege ich mir schon, was ich vor der großen Reise noch so alles zu erledigen habe...