Während wir zusammen mit unserer Mutter nach dem Mittagessen den Tisch abräumen schwärme ich ihr weiter von dem Lichterzug am gestrigen Abend vor. "Mama, der Lichterzug gestern war wunderschön! Diese ganzen Lichter, alles hat so schön geleuchtet!", sage ich zu ihr. Meine Schwester ist auch immer noch vollauf begeistert von dem Ausflug und fügt hinzu: "Und die ganzen Laternen waren auch so faszinierend! Es gab so viele verschiedene Motive: Laternen mit Herzen oder Kerzen oder anderen Mustern, Sterne, Froschkönige, ja sogar Minions waren dabei. Weißt du, Onkel Ambros hat uns erzählt, dass die Kinder die Laternen selbst gebastelt haben. Das finde ich richtig toll!"

Damit bringt mich meine Schwester plötzlich auf eine Idee. "Können wir auch mal eine Laterne basteln, Mama?", frage ich. Unsere Mutter überlegt kurz und antwortet: "Ja, meine lieben Kinder, das können wir gerne machen, wenn wir mal mehr Zeit haben. Jetzt in der Vorweihnachtszeit wird es wahrscheinlich leider nicht mehr klappen. Da gibt es einfach noch so viel zu tun und ihr möchtet doch ganz bestimmt auch eine schöne Laterne haben, oder?" Ein bisschen enttäuscht bin ich von dieser Antwort schon, denn natürlich hätte ich gerne gleich angefangen mit dem Basteln. Aber verstehen kann ich es und stimme ihr daher zu: "Ja, wir möchten natürlich eine ganz schöne Laterne haben. Dafür lohnt sich das Warten dann auch." Meine Schwester ist auch schon voller Vorfreude und jubelt: "Und dann gehen wir nächstes Jahr damit zum Lichterzug."

"Ich habe einen Vorschlag für euch...", beginnt unsere Mutter. "Ihr könntet euch ja in der Zwischenzeit schon mal überlegen, wie euere Laterne so aussehen soll. Und das malt ihr dann auf." "Gute Idee, Mama!", findet mein Bruder und auch meine Schwester und ich sind von der Idee begeistert. "Ich hole euch Papier und Stifte und dann könnt ihr heute schon anfangen. Aber vergesst in euerem Eifer bitte nicht, dass euer Onkel euch nachher abholen kommt und mit euch zum Christkindlesmarkt fliegt. Das habt ihr euch doch auch gewünscht."

Wenig später sitzen wir in unserem Kinderzimmer und malen unsere Ideen für die Laternen auf. Jeder hat so seine eigenen Ideen im Kopf und es sind demzufolge auch ganz unterschiedliche Bilder. Aber bei einer Sache sind wir uns auf jeden Fall einig: Unsere Laternen werden bestimmt ganz toll! Nach ungefähr einer Stunde unterbrechen wir unsere Arbeit, um uns für unseren Ausflug umzuziehen. Wir sind gerade rechtzeitig fertig, als es klingelt. "Hallo, Onkel Ambros, wir sind schon bereit.", begrüßen wir ihn gleich an der Tür. Kurz unterhält er sich noch mit unserer Mutter, ehe er sich mit uns gemeinsam auf den Weg hinunter zum Hauptmarkt macht...