"Eins... und zwei!", zählt unsere Mutter laut mit, als sie die Kerzen auf dem Adventskranz anzündet und wir uns alle an den Tisch im Wohnzimmer setzen. Heute ist der zweite Advent und es gibt leckere, selbstgebackene Lebkuchen und Plätzchen. Auch Onkel Ambros haben wir wieder eingeladen, aber wie eigentlich immer, kommt er auch heute zu spät. Wir haben uns schon durch sämtliche Plätzchensorten genascht, als Onkel Ambros das Wohnzimmer betritt. "Herzlichen Glückwunsch zur bestandenen praktischen Flugprüfung, meine Kleinen! Euere Mutter hat mir gestern Abend gleich davon berichtet. Ich habe es doch gewusst, dass ihr das schafft!", gratuliert Ambros uns und lenkt das Thema gleich weg von seiner Unpünktlichkeit. "Danke, Onkel Ambros!", antworten wir ihm alle drei im Chor.

Ohne sein abermaliges Zuspätkommen anzusprechen, bittet unser Vater Ambros Platz zu nehmen und reicht ihm sogleich einen Teller. "Heute gibt es selbstgebackene Lebkuchen und Plätzchen.", verkündet unsere Mutter stolz und ich füge noch dazu: "Die sind so gut! Die musst du unbedingt probieren, Onkel Ambros!" "Das werde ich auf jeden Fall machen, Nürby!", lacht unser Onkel während er sich einen Lebkuchen nimmt und dann auch sofort hineinbeißt. "Du hast recht, die sind wirklich sehr gut!", bestätigt Ambros und isst weiter. Anschließend probiert er die verschiedenen Plätzchen und auch die schmecken ihm so gut, dass er immer wieder in die Dose greift. "Du kannst ja gar nicht genug bekommen!", sagt unsere Mutter fast ein wenig vorwurfsvoll in Richtung unseres Onkels. "Die schmecken einfach zu gut...", fühlt sich Onkel Ambros ertappt und lobt unsere Mutter gleich darauf noch mehr für ihre Backkünste: "Du bist halt einfach die beste Bäckerin!" "Danke, Ambros, aber meine lieben Kinder haben da auch fleißig mitgeholfen! Und iss ruhig weiter, ich freue mich doch, wenn es dir so schmeckt!", antwortet unsere Mutter und steht auf, um noch Tee aus der Küche zu holen.

"Jetzt müsst ihr mir aber schon noch von euerer gestrigen Flugprüfung erzählen, meine Kleinen!", wendet sich Onkel Ambros an uns. Freudestrahlend berichte ich ihm: "Das war einfach super! Wir waren zwar alle sehr nervös, aber haben alle Aufgaben trotzdem fehlerfrei gemeistert. Das viele Training hat sich definitiv gelohnt. Und jetzt dürfen wir endlich alleine fliegen. Da freue ich mich schon ganz besonders darauf! Es gibt in Nürnberg doch so viel zu entdecken und zu erleben..." "Ja, das wird toll!", pflichten mir meine Geschwister bei und während unsere Mutter uns noch eine Tasse Tee einschenkt, träume ich schon wieder von den unzähligen Abenteuern, die ich in dieser schönen Stadt bestimmt bald erleben werde...