"In zehn Minuten ist das Essen fertig. Kommt bitte und deckt den Tisch.", hören wir unsere Mutter aus der Küche rufen. Wir haben den ganzen Morgen schon wieder eifrig Flugmanöver in unserem Zimmer geübt und sind dementsprechend hungrig. In vermutlich neuer Rekordzeit flitzen wir ins Esszimmer und schwuppdiwupp ist der Tisch fertig gedeckt. "Fertig!", verkünden wir laut und freuen wir uns aufs Mittagessen. Eigentlich sollte Onkel Ambros auch schon längst da sein. Er ist heute nämlich bei uns zum Essen eingeladen, aber wie so oft ist er wieder zu spät. "Wenn Ambros doch mal pünktlich wäre, das wäre doch mal was. Aber dann fangen wir halt ohne ihn an. Kalt schmeckt es doch nicht mehr!", beginnt unser Vater zu essen und alle anderen tun es ihm gleich.

Wir sind schon alle fertig mit dem Essen und räumen den Tisch bereits wieder ab, als es plötzlich an der Tür klingelt. Schnell hüpfe ich zur Tür und öffne, denn das kann nur Onkel Ambros sein. "Tut mir leid, dass ich zu spät bin! Gestern war mal wieder ein langer Abend...", entschuldigt er sich gleich. "Habt ihr mir noch etwas übrig gelassen?" "Ja, du hast Glück, es ist noch etwas da. Aber sei das nächste Mal bitte pünktlich!", ermahnt ihn unsere Mutter und bittet ihn, Platz zu nehmen. Während ihm das Essen serviert wird, sagt Ambros ganz kleinlaut: "Ich werde es versuchen, versprochen!" Auch Onkel Ambros scheint sehr hungrig zu sein, denn keine fünf Minuten später ist der Teller restlos leer. "Das war echt lecker, vielen Dank!", lobt er unsere Mutter.

"Onkel Ambros, was hast du denn gestern gemacht?", frage ich neugierig, nachdem auch sein Teller weggeräumt ist. "Ich war gestern beim Club-Spiel, mein Kleiner.", antwortet er mir und erzählt weiter: "Das war echt spannend. Vier Tore haben sie insgesamt geschossen. Jede Mannschaft zwei. Und das letzte Tor ist erst kurz vor dem Ende gefallen. Leider hat es für den Club dann nur zu einem Punkt gereicht. Schade, denn da wäre schon mehr möglich gewesen."

Das klingt so interessant, dass ich da unbedingt auch mal hin möchte. "Wann ist denn das nächste Spiel? Darf ich da mitkommen?", frage ich Onkel Ambros. "Nein, Nürby, das ist noch zu weit für dich. Da musst du schon erst noch wesentlich längere Strecken am Stück fliegen können, damit ich dich mit zum Stadion nehmen kann. Aber wenn du weiterhin so fleißig trainierst, dann dauert es bestimmt nicht mehr lange. Und dann nehme ich dich gerne mal mit und zeige dir unseren Club!" "Super!", freue ich mich, dass ich auch mal mit zum Fußball darf und träume schon von dem ersten Tor...