"Denkt bitte daran, dass ihr euere Rucksäcke noch packen müsst...", hat uns unsere Mutter nach dem Mittagessen nochmal erinnert. Vergessen habe ich das zwar nicht, aber bisher hat mir dazu irgendwie die Lust gefehlt. Nun wird es allerdings langsam wirklich Zeit dafür, denn morgen soll es ja schließlich schon losgehen. Und so holen meine Geschwister und ich dann am Nachmittag unsere Rucksäcke aus dem Abstellraum, um sie für unsere Urlaubsreise zu packen. Die Vorbereitungen dazu haben wir ja bereits alle erledigt und uns die benötigten Dinge in unserem Kinderzimmer bereitgelegt. So liegen dort beispielsweise Schlafsack, Stirnlampe, Taschenmesser, sowie Essen und Trinken schon fertig zum Einpacken bereit, so dass man es nur noch im Rucksack verstauen muss.

Um die Zeit während des Packens unserer Rucksäcke ein wenig interessanter zu gestalten, spielen wir dabei ein kleines Spiel. "Ich packe in meinen Rucksack einen Schlafsack...", beginne ich und übergebe an meinen Bruder. "Ich packe in meinen Rucksack einen Schlafsack und ein Taschenmesser...", fährt er fort. So geht es einige Runden immer reihum, bis meine Schwester sich die Reihenfolge schließlich nicht mehr merken kann und ausscheidet. Das Gedächtnisspiel gewinne am Ende ich, in einer anderen Disziplin jedoch gewinnt meine Schwester. "Erster!", jubelt sie voller Freude, als sie ihren Rucksack schließt und sich sodann neben ihm auf den Boden fallen lässt. Mein Bruder und ich sind kurz darauf ebenfalls mit dem Packen fertig und gönnen uns auch erst mal ein paar Augenblicke Ruhe.

Anschließend stellen wir unsere fertig gepackten Rucksäcke neben die Tür und gehen dann zu unserer Mutter in die Küche, wo sie schon dabei ist, das Essen vorzubereiten. "Die Rucksäcke sind gepackt, wir sind bereit!", teile ich unserer Mutter mit, während ich mir ein Glas Wasser einschenke. Hastig trinke ich das Glas Wasser aus und freue mich schon auf das Abendessen, denn das Packen von so einem Rucksack ist nämlich ganz schön anstrengend. Und da tut so eine Stärkung auf jeden Fall gut! "Sehr gut, meine Kleinen, dann kann der Urlaub ja kommen!", werden wir von unserer Mutter gelobt, bevor sie uns dann darum bittet, den Tisch zu decken. Fünf Minuten später sitzen wir alle miteinander am Tisch und lassen uns das letzte Abendessen vor unserem Urlaub schmecken. Ich weiß nicht, wie es meinen Geschwistern geht, aber ich bin jetzt in Gedanken schon längst im Urlaub...