Am Spätnachmittag klingelt es an der Tür und sofort springen meine Geschwister und ich von unserem gemeinsamen Kartenspiel auf und rennen aus unserem Kinderzimmer. Das kann nur Onkel Ambros sein, denke ich mir auf dem Weg zur Tür. Und das wäre gut, denn ihm müssen wir ja noch die neuesten Informationen zu unserem Urlaub mitteilen. Mein Bruder öffnet die Tür und tatsächlich, es ist unser Onkel, der uns mal wieder nach seiner Arbeit besuchen kommt. "Hallo Onkel Ambros, wir müssen dir etwas erzählen!", begrüßen wir ihn stürmisch, woraufhin er entgegnet: "Hallo meine Kleinen! Was ist denn los, dass ihr es gar nicht erwarten könnt? Lasst mich doch erst mal hereinkommen..." Aber noch bevor unser Onkel die Tür hinter sich geschlossen hat, beginnt meine Schwester schon: "Wir machen eine große Reise, Onkel Ambros! Das wird so toll!" "Warte doch bitte noch einen kleinen Augenblick, meine Kleine! Wir setzen uns alle zusammen in euer Kinderzimmer und dann kannst du mir alles erzählen...", unterbricht Ambros sie gleich wieder.

Drei Minuten später sitzen wir in unserem Kinderzimmer und meine Schwester beginnt erneut: "Wir machen eine große Reise, Onkel Ambros! Das wird so toll! Erst machen wir zwei Wochen Urlaub in der Fränkischen Schweiz bei Freunden von unserem Vater und dann, dann reisen wir quer durch Deutschland!" Ungläubig fragt Ambros nach: "Was macht ihr? Ihr reist durch Deutschland?" "Ja, unser Vater muss nach den ersten zwei Wochen Urlaub leider wieder zur Arbeit, aber wir reisen dann mit unserer Mutter durch Deutschland, mit Rucksack und Zelt!", erkläre ich ihm mit vor Freude strahlenden Augen und füge noch hinzu: "Und weißt du, Onkel Ambros, ich freue mich schon so sehr darauf! Das wird ein großartiges Erlebnis!"

"Ja, das wird ein großes Abenteuer, meine Kleinen! Ganz bestimmt! Da werdet ihr anschließend viel zu berichten haben! Ich wünsche euch auf jeden Fall schon mal viel Spaß! Gerne würde ich euch auf dieser Reise begleiten, denn so etwas würde ich auch gerne einmal machen. Aber wenn man arbeitet, dann ist das mit dem Urlaub immer nicht so leicht, wie man ja auch bei euerem Vater sieht. Vor allem dann, wenn es so lange dauert..." "Ja, wir würden uns auch sehr freuen, wenn du mitkommen würdest. Echt schade, dass es nicht geht!", sage ich zu unserem Onkel und bin schon gespannt darauf, was ich auf unserer Reise alles erleben werde...